Mittwoch, 14. Dezember 2011

Vegas baby!

Hier ist er, der Bericht von meinen Westcoast Trip!
Phoenix, AZ
Am Samstag sind wir frühzeitig zum Flughafen aufgebrochen, um 7.15 Uhr Richtung Phoenix, Arizona abzuheben. In Phoenix angekommen, sah man als erstes Palmen, wenn man aus dem Flughafengebäude kam. Ein Shuttle brachte uns zu unserem Hotel, dass sehr sommerlich und arizonisch aussah. Alle bekamen ein Tripshirt, wurden einer Gruppe (grün, gelb, rot, blau) zugeteilt und bekamen ihren Zimmerschlüssel. Die Zimmerverteilung war willkürlich und so hatte ich eine Finnländerin, eine Chinesin und eine andere Deutsche in meinem Zimmer. Man muss dazu sagen, dass es so viele Deutsche waren, dass in jedem Zimmer mindestens 2 Deutsche sein mussten...
Nachdem alle nach und nach eingetroffen waren, ging es mit 102 Austauschschülern in 2 Reisebussen nach Phoenix. Die Gruppen/Farben bestimmten, wer in welchem Bus sitzt. Überall waren Palmen und Kakteen am Straßenrand und der erste Stopp war am Arizona State Building. Danach waren wir in einem Nature Park, wo wir einen Felsen, der ein Loch hatte, hochgewandert sind. Das gab einen einzigartigen Ausblick. Zurück im Hotel hatten wir ein bisschen Zeit, um die anderen Austauschschüler kennenzulernen und ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass die asiatischen Mädchen ziemlich gute Menschen sind. :) Nach dem Abendessen wurden die Verantwortlichen vorgestellt und natürlich die wichtigsten Personen, WIR! Am Abend hatten wir dann noch eine Menge Spaß in unserem Zimmer mit Amy (China) und Pimm (Thailand).
Am Morgen ging es dann frühzeitig zum Frühstück und anschließendem Check-Out. Auf dem Weg zum Grand Canyon, konnte man schnell links und rechts nur noch weiß sehen. SCHNEE! Ich dachte die ganze Zeit, dass das am Canyon dann schon warm und vor allem schneelos sein wird aber da habe ich mich getäuscht, denn der Canyon war schneebedeckt und es war eiskalt! Dennoch war dieser Anblick wunderschön, atemberaubend! Nach dem Lunch hatten wir dann die Möglichkeit auf einem schmalen Weg ein Stück ins Tal des Canyon zu wandern, was für mich höhenangstbedingt nicht in Frage kam. Also habe ich mit ein paar anderen die kostenlosen Shuttlebusse genutzt, um dieses Weltwunder von verschiedenen Stellen anzustarren. In den verschneiten Wäldern um den Grand Canyon konnte man Rehe sehen und ich kam mir vor, wie in Finnland. Nach dem Dinner in einem Restaurant und „Happy Birthday“ in 19 Sprachen (ich habe natürlich auch in Koreanisch gesungen!) für Felix bezogen wir dann unser Hotel. In meinem Zimmer waren Mädchen aus Japan, Lettland und Deutschland. Den Abend habe ich mit Amy und Pimm in der Lobby verbracht.

Route 66

Am Montag ging es dann nach Frühstück und Check-Out gechillt um 9 Richtung VEGAS! Im Bus saß ich neben meiner koreanischen Freundin und koreanische Kaubonbons sind einfach nur richtig gut! Auf der Route 66 stoppten wir an ein paar Souvenirshops, welche von innen sehr international dekoriert waren, z.B. mit Geldscheinen und Nummernschildern aus aller Welt. Später fuhren wir am Hooverdam vorbei, den wir am nächsten Tag besichtigen sollten. In Vegas wurden wir dann auf die einzigste Outletmall weltweit losgelassen. Einige (asiatische) Freunde hatten danach den 2. Koffer nach Hause voll. Angekommen im Hotel (in meinem Zimmer: Caroline (Dänemark), Elise (Frankreich) und Deutschland) haben sich alle für den bevorstehen Abend (Dinner+Limotour) fertig gemacht. Wir wurden gebeten uns herauszuputzen. Dinner gab es in einem Casino und es war überragend aber wen interessiert das...die Hummerlimousinen fuhren vor. Alles war wie im Film und alle sind ausgeflippt, auch wenn die Champagnergläser mit Wasser gefüllt waren. Der erste Stopp war in einer großen Halle mit einem 400m Bildschirm an der Decke. Eine Weihnachtsband war da und dann kam natürlich noch der Weihachtsmann... Zurück in die Limo und Party! Nicht zu vergessen ist der wundervolle Blick nach draußen, auf die beleuchteten Gebäude, Straßen, Casinos. Der zweite Stopp war am Bellagio – wo sonst – wo wir uns eine Wassershow ansahen. Im Bellagio gab es dann eine Decke voller Kristallblumen, eine Menge Weihnachtszeug und einen gigantischen 3-Schokoladenbrunnen zu bewundern. Unser letzter Stopp war am berühmten „Welcome to Fabulous Las Vegas“ Schild. Gruppenfoto und ab in die Limo zum Hotel. Ich hatte inzwischen dänisch gelernt und alle dänischen Menschen belästigt und durch die Anwesenheit einer Dänin in meinem Zimmer konnte ich die ganze Nacht üben. :)
Hooverdamm

„Waking up in Vegas“ fühlt sich gut an und es gab Waffeln zum Frühstück! Danach ging es zum Hooverdam. Ein bisschen rumgucken, Fotos und ab nach Vegas! Gruppenfoto vorm Bellagio und von da aus konnte jeder machen, was er wollte. Was ziemlich geil ist, ist, dass man einfach in die Casinos gehen kann und den Leuten beim zocken zugucken kann. Man könnte wahrscheinlich sogar spielen, solange man nichts gewinnt. Viele Leute, einschließlich ich, denken, dass die Leute in den Casinos alle reich und schick angezogen sind aber eigentlich sind das alles nur ziemlich erbärmliche Menschen, die sich irgendwie in Las Vegas durch's Leben schlagen müssen. Die sahen auch alle so aus, als würden sie seit Tagen ohne Schlaf an den Maschinen sitzen. Da es keinen Blick nach draußen oder Uhren gibt, damit niemand weiß wie spät es ist, ist das durchaus möglich. Entlang des Vegas Strips kommen einem eine Menge Leute entgegen, die einem entweder Frauen oder CD's verkaufen wollen. An jeder Ecke versuchen schwarze Nachwuchsrapper ihre CD's zu verteilen und wenn man denkt, das diese umsonst sind und einfach eine nimmt, wird man solange beängstigt bis man ihnen Geld dafür gibt. Einer der Verkäufer hat zu jeder ihm entgegenkommenden Person „Check this out!“ gesagt und seine Musik hingehalten. Das sind eine Menge „Check this out“'s! Man kann sich überall (alle 10m ein kleiner Shop) tattoowieren lassen oder heiraten, falls sich jemand fragt, wie das in den Filmen immer passiert. In unserer Freizeit haben wir außerdem das Hard Rock Café und den M&M's World Shop besucht. Im MGM konnte man echte Löwen sehen. Als es dann dunkel wurde, hatten wir die Möglichkeit bis zu 3 verschiedene Rides zu machen. Es waren normale Fahrgeschäfte, wie man sie im Vergnügungspark findet, nur 350m vom Erdboden entfernt. Höhenangst bedingt blieb mir nichts anderes, als die fabelhafte Aussicht auf das leuchtende Las Vegas zu genießen. Vegas never sleeps! Da habe ich mir erstmal einen großen Lollipop im Giftshop da oben gekauft. :) Danach gab es Abendessen und einige besuchten anschließend eine Cirque du Soleil Show. Die anderen konnten im Hotel chillen...
Venice Beach

Am morgen sind wir dann Richtung Los Angeles gestartet und stoppten bei In-N-out-Burger, DEM Westcoast Fast Food Place, zum Lunch. Als wir dann rechts aus dem fenster das Hollywoodzeichen sehen konnten, waren wir in LA und auf dem Weg nach Beverly Hills. Nach dem Gruppenfoto am Berly Hills Zeichen hatten wir etwas Zeit, um den Rodeo Drive und den Rest dieser reichen Gegend zu erforschen. Dabei konnte man alles zuerwartende sehen...extravagante Autos, Leute mit 136 Einkaufstüten aus den edelsten Läden und natürlich auch alte Frauen mit 6 Kilo Botox im Gesicht. Zurück im Bus haben wir dann eine kleine Tour durch LA gemacht und ich habe die wohl schrecklichste Person auf der Welt getroffen, unser Tourguide. Diese Frau hat die ganze Zeit davon gesprochen, wie „berühmt“ sie ist und dass sie eine Schauspielerin ist/werden will, was für tolle Rollen sie schon hatte und dass sie immer darauf achtet, dass ihre Freunde weniger toll sind, als sie...und und und. Am Ende noch schön Autogramme gegeben... Da kann man sich Stunden drüber aufregen. Am Venice Beach durften wir dann unseren ersten „California sunset“ über dem Pazifik erleben. Faszinierend! Weiter ging es nach Santa Monica, wo wir einen Pier entlang liefen und einen sehr amüsanten Straßenmusiker gesehen haben. Das Ziel war „Bubba Gump“, wo wir an diesem Tag Dinner aßen. Da wurde mir klar, warum wir ein paar Tage vorher „Forrest Gump“ im Bus geguckt haben, denn es gab nach dem Essen noch ein Quiz über die Trivia des Filmes. Zurück im Hotel war erstmal Pool und Hot Tub angesagt! Zur Sprache kamen dumme Fragen, die man von Amerikanern gefragt wurde. Mein Highlight ist die Frage an eine Finnin, ob sie jeden Tag mit dem Elch zur Schule reitet. Da wir die Zimmerverteilung in diesem letzten Hotel selbst bestimmen durften, wurde es noch eine lustige Nacht.
Am Donnerstag war unser Universal Studios Tag. Nach dem Gruppenfoto vor dem berühmten „Universal Studios“ Globus gingen alle geschlossen durch das „House of Horrors“ und danach ergaben sich kleinere Gruppen, um den Rest des Vergnügungsparks zu erkunden. Ich persönlich fand die virtuelle Achterbahn durch die Simpsonswelt sehr nice. Einige Personen überzeugten mich dann noch die „Mummy“, eine Achterbahn komplett im Dunklen, zu fahren und das war dann eher sehr beängstigend. Wir haben alle zusammen auch eine Tour durch die Kulissen der Universal Studios gemacht. Da konnte man die Sets von bekannten TV Serien und Filmen sehen („Fast & Furious“, „Desperate Housewives“,...) und Häuserwände, die nur von einer Seite gezeigt werden konnten, da sie nur aufgestellt waren. Am Ende der Tour gab es noch eine ziemlich beeindruckende Erdbebensimulation. Der Abschluss in den Universal Studios war dann die Wassershow, die sich reichlich an Pyrotechnik, Feuer und anderen Effekten bediente. Der Weg von den Studios zum Hard Rock Café, wo wir Dinner haben sollten, ging durch eine beleuchtete Einkaufsstraße, was ziemlich beeindruckend aussah. Mein Highlight auf dieser Straße war der weltgrößte Sockenladen, wo es einfach nur jede Art von Socken gibt! Wie auch immer, am Hard Rock Café angekommen, spielte eine Band (Metro Station) vor den Türen des Restaurants, was mich eher kalt ließ aber andere fanden das überragend. Nach dem Essen standen wir alle noch eine Weile draußen und haben uns den Auftritt angeguckt...yippie.

Am letzten Tag (Freitag) sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren, um einen guten Blick auf das Hollywood Zeichen zu haben. Hunderttausend Fotos und auf in die Innenstadt! Das Ziel war Madame Tussaud's Wachsmuseum. Da konnte man dann ein paar Stars aus Wachs bewundern. Das Highlight war Snoop Dogg und die große Enttäuschung war der nichtvorhandene Justin Bieber. Nach dem Museumsbesuch hatten wir Zeit, um uns den Walk of Fame und das ganze berühmte LA Zeug anzugucken. Naja, das erste Ziel war aber McDonald's... Am Nachmittag ging es dann zum Huntington Beach, um Volleyball und Football zu spielen oder einfach nur zu chillen. Da es nicht gerade warm war (20°C) und der Pazifik ein kaltes Meer ist, war baden eher nicht so angebracht. Auf der Strandpromenade konnte man einen merkwürdigen Mann sehen, der offensichtlich eine Art Workout, bestehend aus Tanzen und Springen und Klatschen, hatte. Seeehr lustig! Der Tag endete mit einem weiteren wundervollen California sunset, der scheinbar Stunden dauerte. :) Zurück im Hotel gab es Dinner mit anschließender Auswertung des Votings für das beste Englisch, das schönste Lächeln, die beste Lache, den besten Teint, am lustigsten, ...wird am ehesten einen Jackpot in Vegas knacken, ...wird am ehesten berühmt in Hollywood, ...wird am ehesten seinen Koffer auf dem Heimweg verlieren und ...würde am ehesten eine Eselfarm im Tal das Grand Canyon kaufen (ich) und es gab noch mehr aber die habe ich vergessen. Überraschenderweise haben die Australierinnen „bestes Englisch“ gewonnen... Und wir alle haben „Bester Austauschschüler“ gewonnen! Danach hatten wir eine Abschlussparty, yay!
Am Morgen gingen dann stündlich Shuttles zum Flughafen, je nachdem, wann die ganzen Flüge gingen. Das führte dazu, dass man sich nicht wirklich verabschieden konnte, was ziemlich schade war. In Trauerstimmung, da niemand zurück wollte, ging es dann also zum Flughafen... Nach Philadelphia und dann nach Pittsburgh.
Fazit: Ich hatte eine wundervolle Woche, vollgepackt mit hundert Once-in-a-lifetime-Erlebnissen und so viele tolle Menschen aus 24 Ländern, von denen man nur lernen kann. Außerdem habe ich dänisch gelernt, was ich jetzt auf jeden Fall auch noch weiterführen werde. Auch wenn ich es sehr schade finde, dass San Francisco nicht zum Programm gehörte, was auf jeden Fall zur Westküste gehört, werde ich diese Woche mit all den Erlebnissen nie vergessen. Es war fantastisch!

Beteiligung

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